Die schönsten Orte im Süden Fuerteventuras – Wo Lava, Sand und Stille aufeinandertreffen
Der Süden Fuerteventuras ist ein Ort, der einen nicht loslässt. Wer einmal mit dem Mietwagen über die schnurgerade Straße durch die Jandía-Halbinsel gerollt ist, weiß wovon die Rede ist: links das tiefblaue Atlantikmeer, rechts goldener Sand, der sich in sanften Wellen bis zum Horizont zieht. Dieser Teil der Insel gilt als der touristischste – und dennoch, oder gerade deswegen, hat er seinen ganz eigenen, unwiderstehlichen Charakter. Fuerteventura Süden bedeutet: weitläufige Strände, Wellenrauschen, Vulkanlandschaften und jene besondere Stille, die man nur am Ende der Welt findet.
Die folgenden Orte sind mehr als Koordinaten auf einer Landkarte. Sie sind Stimmungen, Geschichten, Möglichkeiten.
La Pared – Wo der Wind die Seele aufräumt
Wer nach La Pared fährt, sucht keine Animation, keine Pool-Bar und keine Liegen in Reih und Glied. Wer nach La Pared fährt, sucht das Rauschen. Die kleine Siedlung an der Westküste Fuerteventuras ist das Tor zur Halbinsel Jandía – und zugleich einer der wildesten, ursprünglichsten Orte der gesamten Insel.
Hier prallen Atlantikwellen ungebremst gegen dunkle Klippen. Die Sonnenuntergänge in La Pared gehören zu den spektakulärsten, die Fuerteventura zu bieten hat: Der Himmel färbt sich orange und violett, das Meer glüht, und für einen Moment scheint die Zeit stillzustehen. Man versteht sofort, warum Surfer auf Fuerteventura diesen Flecken Erde lieben.
Der Surfspot La Pared ist nämlich unter Wellenreitern kein Geheimnis mehr. Mehrere Surfschulen in La Pared bieten Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene an – wer noch nie auf dem Brett gestanden hat, findet hier ideale Bedingungen, um es zu versuchen. Und wer schon kann, genießt die kraftvollen Wellen des Atlantiks in vollen Zügen.
La Pared ist kein Ort für Massen. Er ist ein Ort für Menschen, die die raue Natur Fuerteventuras suchen, für Ruhesuchende, für Surfer, für alle, die abends am Klippenrand sitzen und einfach nur schauen wollen.
Geeignet als Urlaubsort? Ja – wenn man Ruhe und Natur über Komfort und Infrastruktur stellt. Wer einen ruhigen Urlaub auf Fuerteventura abseits der Hotelbunker verbringen möchte, ist in La Pared goldrichtig.
La Lajita – Schwarzer Sand, lokales Flair und ein Tierpark
Fünf Kilometer südlich von Tarajalejo liegt La Lajita, und wer dieses kleine Dorf zum ersten Mal sieht, versteht sofort, warum es zu den versteckten Perlen der Südostküste Fuerteventuras zählt. Der schwarze Strand von La Lajita ist ein Kontrast zu den weißen Sandstränden im Süden – dunkles Vulkangestein trifft auf das schäumende Meer, und die Atmosphäre ist ruhig, unaufgeregt, ehrlich.
Kleine Restaurants und Cafés säumen den Ortskern. Hier gibt es keine laminierte Speisekarte auf Englisch und Deutsch – hier isst man lokal, schlicht und gut. Man sitzt draußen, schaut aufs Meer, und vergisst für einen Moment, dass es so etwas wie Hektik gibt.
Ein besonderes Highlight für Familien ist der Oasis Tierpark Fuerteventura in La Lajita. Der Fuerteventura Tierpark ist einer der beliebtesten Ausflugspunkte für Familien mit Kindern auf der Insel. Auf dem weitläufigen Gelände kann man Giraffen füttern, Papageien beobachten und Löwen aus sicherer Entfernung bewundern. Ein halber Tag reicht locker für einen schönen Besuch.
La Lajita als Urlaubsort: Wer an der südöstlichen Küste Fuerteventuras übernachten und dem Massentourismus aus dem Weg gehen möchte, dem sei La Lajita ausdrücklich empfohlen. Gemütliche Apartments gibt es hier, und das Dorf ist für viele Kenner schlicht der schönste Ort in dieser Ecke der Insel.
Costa Calma – Traumstrand, Dünen und das Herz der Jandía-Halbinsel
Man muss Costa Calma nicht mögen – aber man kann es kaum vermeiden, von ihm begeistert zu sein. Der Urlaubsort auf der Halbinsel Jandía liegt direkt am Meer, eingebettet zwischen einer wüstenähnlichen Landschaft und einer der schönsten Küstenlinien Europas. Entstanden in den 70er Jahren durch den aufblühenden Tourismus, hat sich Costa Calma seitdem zu einem der beliebtesten Urlaubsorte auf Fuerteventura entwickelt.
Das Herzstück des Ortes ist die Playa de Costa Calma – ein rund zwei Kilometer langer Sandstrand, der mit seinem türkisblauen Wasser, dem feinen, hellen Sand und der sanft abfallenden Badezone zu Träumen einlädt. Hier kann man stundenlang laufen, ohne das Ende zu sehen. Das Wasser ist ruhig, flach, warm – ein Paradies nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Familien mit Kindern, die im seichten Wasser planschen und spielen können.
Beeindruckende Dünen im Süden Fuerteventuras rahmen die Kulisse ein. Wer früh morgens am Strand entlangläuft, bevor die Sonnenanbeter kommen, erlebt etwas fast Meditatives: das leise Rauschen des Meeres, das erste goldene Licht auf den Dünen, der salzige Wind.
Hinter dem Strand reihen sich Wohnanlagen, Hotels und Apartments aneinander. Eine klassische Touristensiedlung – aber eine der schöneren. Restaurants in Costa Calma gibt es in Hülle und Fülle, ebenso Bars und Einkaufsmöglichkeiten. Besonders bei Urlaubern aus Deutschland ist Costa Calma beliebt: Viele Lokale werben ganz offen auf Deutsch, und die Infrastruktur ist hervorragend.
Costa Calma als Urlaubsort: Für viele ist Costa Calma schlicht der beste Urlaubsort auf Fuerteventura. Kein Zentrum, aber alles vorhanden. Gute Hotels, schöne Apartments, exzellente Strände. Wer auf Nummer sicher gehen will, bucht hier.
Morro Jable – Das letzte Dorf vor dem Ende der Welt
Es gibt Orte, die einen unmittelbar in ihren Bann ziehen. Morro Jable ist so ein Ort. Das Städtchen am südlichen Zipfel der Jandía-Halbinsel ist der letzte bewohnte Ort, bevor die Straße in den Naturpark Jandía übergeht – und es hat den Charme eines echten, gewachsenen Küstendorfes, das sich seinen Charakter trotz Tourismus bewahrt hat.
Das ursprüngliche Dorf Morro Jable und der jüngere, touristisch geprägte Ortsteil Jandía Playa gehen nahtlos ineinander über. Zusammen bilden sie einen der lebendigsten und vielseitigsten Urlaubsorte im Süden Fuerteventuras.
Der Strand von Morro Jable – Ein Kilometer nach dem anderen
Wer in Morro Jable ankommt und das erste Mal den Strand von Jandía Playa sieht, bleibt unwillkürlich stehen. Der Sandstrand ist nicht nur lang – er ist atemberaubend lang. Kilometerweit erstreckt er sich nach Norden, das Wasser türkisblau und ruhig, der Sand hell und fein. Es ist einer der schönsten Strände auf Fuerteventura, und er gehört zu Recht zu den Top 10 der Insel.
Wegen seiner Länge wird es hier selbst in der Hochsaison kaum zu voll. Man findet immer ein ruhiges Fleckchen, legt das Handtuch aus und hört dem Meer zu. Die Sonnenuntergänge in Morro Jable sind ein Schauspiel für sich – der Horizont brennt, das Meer glitzert, und man versteht, warum Menschen immer wieder hierher kommen.
Die Promenade und das städtische Leben
Entlang der Promenade von Morro Jable und Jandía Playa spaziert man, radelt oder bummelt durch ein buntes Treiben aus Restaurants, Bars, Eisdielen und Souveniershops. Interessante Skulpturen säumen den Weg und laden zum Innehalten ein. Die Promenade verbindet das ursprüngliche Dorf mit der modernen Ferienzone – eine lebendige Achse zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Ausflüge: Cofete und Punta de Jandía
Wer Morro Jable besucht, sollte zwei Ausflüge auf keinen Fall verpassen. Das erste Ziel ist das Kap Punta de Jandía – der südwestliche Zipfel Fuerteventuras, an dem der Leuchtturm in den Atlantik ragt und das Gefühl entsteht, am Ende der Welt angekommen zu sein.
Das zweite, unverzichtbare Ziel ist Cofete – vielleicht der geheimnisvollste Ort der gesamten Insel. Die Schotterpiste dorthin beginnt direkt am Dorfrand von Morro Jable und führt über eine abenteuerliche Bergstrecke auf die Westseite der Halbinsel. Dort unten liegt ein wilder, menschenleerer Strand, der sich scheinbar endlos erstreckt. Kein Hotel, kein Sonnenschirm, nur das tosende Meer und die Weite. Wer Cofete Fuerteventura einmal gesehen hat, vergisst es nicht mehr.
Wandern und Natur
Morro Jable liegt am Fernwanderweg GR 131, der die gesamte Insel durchquert. Wanderfreunde kommen hier voll auf ihre Kosten. Von hier aus lassen sich auch die höchsten Gipfel Fuerteventuras im Jandía-Gebirge erwandern – ein unvergessliches Erlebnis mit weiten Ausblicken über Meer und Vulkanlandschaft.
Morro Jable als Urlaubsort: Absolut empfehlenswert. Ob mit Familie, als Paar oder solo – Morro Jable bietet alles: traumhafte Strände auf Fuerteventura, eine lebendige Promenade, gute touristische Infrastruktur und die Nähe zu einigen der spektakulärsten Ausflugsziele der Insel. Wer das Beste aus Komfort und Ursprünglichkeit sucht, findet es hier.
Der Süden Fuerteventuras – Ein Fazit in Bildern
Der Süden Fuerteventuras ist vieles auf einmal: wild und komfortabel, touristisch und authentisch, ruhig und lebendig. La Pared ist der Ort für Wellenreiter und Träumer. La Lajita für alle, die das echte Insel-Flair suchen. Costa Calma für Strandurlauber, die Perfektion im Sand finden wollen. Und Morro Jable für alle, die das Ende der Welt suchen – und dabei nichts vermissen möchten.
Wer einmal durch den Süden Fuerteventuras gereist ist, versteht: Diese Insel ist nicht spektakulär trotz ihrer Schlichtheit. Sie ist spektakulär wegen ihr.
